Vermilion sichert sich die Aufsuchungserlaubnis für Erdgas in und um Ottersberg

Das Erlaubnisfeld „Reeßum“ (rot umrandet) grenzt direkt an die Erlaubnisfelder „Unterweser“ und „Rotenburg“ (rot eingefärbt)

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Nachdem im Juli 2019 die Aufsuchungserlaubnis für das Erlaubnisfeld Unterweser für das Unternehmen Wintershall Dea verlängert wurde, wurde Ende Dezember 2019 eine weitere Aufsuchungserlaubnis für das Unternehmen Vermilion Energy Germany GmbH & Co. KG für die Dauer von 3 Jahren durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Niedersachsen verlängert.

Das Erlaubnisfeld „Reeßum„, vormals größtenteils Taaken (Rest), umfasst ca. 151 Quadratkilometer. Es grenzt nördlich an Bülstedt, südlich an Hellwege, östlich an Bötersen und umfasst große Teile der Gemeinde Ottersberg.

Die Erlaubnis wurde vom LBEG zur Aufsuchung von Erdgas erteilt – somit hat das Unternehmen derzeit rechtlich alle Möglichkeiten, Betriebspläne für weitere Bohrprojekte oder seismische Messungen einzureichen und entsprechend genehmigen zu lassen.

Das kanadische Unternehmen Vermilion Energy ist seit 2014 in Deutschland in der Erdgasförderung tätig. Anfangs arbeitete das Unternehmen in Joint Venture Abkommen gemeinsam mit BEB, ExxonMobil und Wintershall zusammen und kaufte sich in den letzten Jahren sowohl Anteile als auch Beteiligungen an Erdöl/-Erdgasfeldern und Unternehmen vor allem im Raum Heidekreis, Hannover/Leer, Braunschweig/Gifhorn und Ostfriesland ein.

Seitens Vermilion wird öffentlich ausgesagt, dass sie „als Inhaber einer Explorationslizenz zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen ihre Aktivität in der Region als Auftrag der Niedersächsischen Landesregierung verstehen“ (Dr. Jürgen Rückheim, Vermilion Energy).

Wir, die Bürgerinitiative NoMoorGas sind beunruhigt, dass ein weiteres international agierendes Unternehmen offensichtlich die Erdgasförderung vor unserer Haustür ausweiten möchte. Wir zeigen weiterhin Protest und werden uns entschieden dagegen wehren:

Widerstand mit X.

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Dossier zur Erdgasförderung in Niedersachsen in der TAZ

Am letzten Wochenende hat die TAZ ein umfassendes Dossier zur Erdgasförderung in Niedersachsen mit mehreren, ausgezeichnet gut recherchierten Artikeln veröffentlicht.

Teil 1 beschreibt umfassend und ausführlich die historische Entwicklung am Förderstandort Völkersen: https://taz.de/!5649996/

Im 2. Teil wird über die Risiken und Störfälle sowie Ausstiegspläne berichtet: https://taz.de/!5649918/

… und im dritten Teil wird über die Fördergeschichte und den Ausstiegsplan in den Niederlanden berichtet: https://taz.de/Erdgasfoerderung-in-Groningen/!5649973/

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Ausstieg? Ausstieg!

Das Unternehmen Wintershall/DEA hat über die Presse mitteilen lassen, dass es aus der Erdgasförderung am Standort Holtebüttel/Völkersen bis zum Jahr 2036 aussteigen möchte – und erntet damit Beifall in der öffentlichen Wahrnehmung.

Fakt ist jedoch, dass noch weitere 17 Jahre an einem fossilen Energieträger mit Förderung in unserer Region festgehalten wird. Und dazu gehören auch weiterhin alle Risiken und Probleme, die damit einher gehen. Die Erde wird weiter beben, die Störfälle werden damit nicht unterbunden und die aktuellen Gefahren für Umwelt und Mensch weiterhin gebilligt. Ein Beispiel hierfür ist der erneute Austritt von Nassöl in der Grafschaft Bentheim ( https://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/neuigkeiten/grafschaft-bentheim-10-liter-ol-ausgetreten-180876.html ) oder im Landkreis Nienburg ( https://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/neuigkeiten/landkreis-nienburg-nassol-ausgetreten-sanierungsarbeiten-laufen-180454.html )

Fakt ist ebenfalls, dass Wintershall/DEA lediglich für EINEN Förderplatz einen Ausstieg vornimmt. Für einen Standort, dessen Lagerstätten bis dahin erschöpft sind.

Wir fordern statt medientauglicher Lippenbekenntnisse, dass Wintershall/DEA ihrem eigenen Anspruch ( „Wir […] haben höchste Ansprüche an unser eigenes Handeln und übernehmen Verantwortung. […] Unser Unternehmen handelt verantwortungsvoll und reflektiert“, Dirk Warzecha, Leiter Wintershall/DEA Deutschland) nach kommt und SOFORT aus der Erdgas-/Erdölförderung in unserer Region aussteigt!

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NoMoorGas informiert auf den Weihnachtsmärkten der Region

Auf den diesjährigen Weihnachtsmärkten haben wir viele interessante Gespräche geführt und uns gefreut so viele nette Unterstützer und alte Bekannte zu treffen.

Themen waren u.A. die Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis für die Wintershall/DEA für das Erlaubnisfeld Unterweser bis 2021, Aktivitäten von Vermillion Energy in Bad Fallingbostel, Greenwashing bei den großen Erdgaskonzernen (der Versuch, mit Kampagnen die Erdgasförderung als klimafreundliche Brückentechnologie zu verkaufen), Erdbeben im Landkreis Verden (Fragen nach möglichen Schäden unter der Erde an bestehenden Bohrungen/Verpressungen beschäftigen uns und viele Bürger mehr als Risse in den Häusern), viele haben Angst um das Trinkwasser und machen sich ihre Gedanken, dass das veraltete Bergrecht kaum Umweltinteressen berücksichtigt und wie gewählte Politiker mit den Sorgen der Bürger auf Landes-und Bundesebene umgehen.

Am 22.11.2019 ging es in Rautendorf beim Adventsbasar los, gefolgt vom 2. Adventswochenende in Grasberg und am 3. Adventswochenende (gestern) haben wir wieder einen großen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Fischerhude organisiert, der sehr stark besucht war.

Hier ein paar Eindrücke für diejenigen, die nicht vor Ort sein konnten:

Adventsbasar in Rautendorf
Weinachtsmarkt in Grasberg
Weihnachtsmarkt in Fischerhude
Weihnachtsmarkt in Fischerhude
Weihnachtsmarkt in Fischerhude
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Der Protest zieht weiter…

Wenngleich unser X bereits zwischen Hannover, Berlin und Brüssel weit herum gekommen ist – unser Protestturm hatte bisher eine überschaubare Reiseroute. Seit dem 07.12.2019 befindet sich der Turm an seinem neuen Standort in Posthausen, vis-a-vis zum Einkaufszentrum Dodenhof:

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GEMEINSAMER Widerstand

GEMEINSAM sind wir stark, GEMEINSAM sind wir laut und GEMEINSAM sagen wir Nö.

Liebe Wintershall Dea Deutschland, was wir uns für unsere Heimat wünschen, sind eine intakte Natur und Umwelt, in der wir gesund und gut leben können. Dazu brauchen wir keine Entschuldigungen und leere Versprechungen. Dazu ist es nicht notwendig, aus Profitgier unsere Erde auszubeuten. Dazu ist es auch nicht notwendig, unser Grund- und Trinkwasser in Gefahr zu bringen. Dazu ist es nicht notwendig, Menschen gesundheitlichen Risiken auszusetzen. Dazu ist es nicht notwendig, dass unsere Häuser wackeln.

Dazu gehört ein neuer Weg – ohne Erdgas. Weder hier noch sonstwo.

Wir haben das verstanden und werden so lange LAUT sein, bis es auch Ihre Zentrale hört – und versteht.

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X-Marker in Verden-Scharnhorst

Zusammen mit anderen BIs aus der Region waren wir heute auf dem Flugplatz Verden-Scharnhorst und haben mit einem großen ❌ als „❌-Marker“ das Epizentrum des Erdbebens vom 20.11.2019 markiert.

In unmittelbarer Nähe des Flugplatzes liegt das Wasserschutzgebiet Panzenberg, aus dem u.a. auch das Trinkwasser für die Stadt Bremen gewonnen wird. Und mitten in diesem Wasserschutzgebiet fördert seit Jahrzehnten das Unternehmen Wintershall/DEA Erdgas. Bis vor wenigen Jahren wurde dort auch giftiges Lagerstättenwasser von umliegenden Förderplätzen versenkt… und das Unternehmen beabsichtigt sogar, an gleicher Stelle eine zweite Bohrung nieder zu bringen!

Nicht mit uns – Widerstand mit ❌

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