NoMoorGas: „Erdgassuche der DEA auf eigenen Grundstücken nicht erlauben

Die Bürgerinitiative NoMoorGas kritisiert die Entscheidung des Landesbergbauamts LBEG, der Wintershall DEA die Erlaubnis zur Suche nach Erdöl und Erdgas bis zum 31. Juli 2021 zu verlängern. Das Erlaubnisfeld Unterweser umfasst Flächen in unserer Region in den Landkreisen Osterholz und Verden. Damit hält sich der Energiekonzern die Möglichkeit offen, weiterhin mit Vibrotrucks seismische Messungen in den Erlaubnisfeldern „Unterweser“ & „Taaken“ durchzuführen,“ so die Bürgerinitiative.

Der massive Widerstand der Bürgerinnen und Bürger im Herbst und Winter letzten Jahres hat die DEA veranlasst, die Erdgassuche vorläufig auszusetzen. Jetzt plant das Unternehmen durch „eine Intensivierung der Kommunikation und einen aktiven Dialog mit den betroffenen Bürgern und Stakeholdern zu versuchen, eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen“, heißt es im Verlängerungsantrag der DEA vom 11. Februar 2019.

Ohne die Öffentlichkeit zu informieren, ließ die DEA 2018 Nutzungserlaubnisse von Grundbesitzern sammeln. Auf den großen Diskussionsveranstaltungen in Grasberg und Ottersberg entschuldigten sich dann Vertreter des Energiekonzerns für ihr Vorgehen. Das sei strategisch nicht richtig gewesen, räumte man seinerzeit ein. Man habe den Widerstand unterschätzt. Die Bürgerinitiative NoMoorGas bittet die Bevölkerung, der DEA keine Erlaubnisse für die Nutzung von Grundstücken für die Erdgassuche zu geben.

Während eines Gesprächs mit verschiedenen Bürgerinitiativen in den Räumlichkeiten der Wintershall DEA in Holtebüttel Anfang des Jahres 2019 ließ das Unternehmen verlauten, dass man vermutlich wieder mit einem sogenannten „Permitter“ (Unternehmen, die auf das Einholen solcher Genehmigungen spezialisiert sind) an betroffene Grundstückseigentümer herantreten werde.

Die jüngsten Ereignisse in der Grafschaft Bentheim rund um den Lagerstättenwasseraustritt bei der Erdölbohrung Emlichheim 132 bestärken die Mitglieder der Bürgerinitiative NoMoorGas in ihrem Engagement. Sie zeigen einmal mehr, wie wichtig Schutz und Erhalt der empfindlichen Ökosysteme in unserer Region sind. Auch die erst kürzlich wieder beim Treffen in Dorfmark von Wirtschaftsminister Dr. Althusmann und LBEG Präsident Sikorski hochgelobte Professionalität der Unternehmen und der Genehmigungs- und Prüfbehörde LBEG sind angesichts des neuerlichen Störfalls und der Informations- und Handlungspolitik stark zu kritisieren und in Frage zu stellen.

Ob das eine Wirkung auf ein mögliches Genehmigungsverfahren hat, bleibt abzuwarten. Denn die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen weiterer eventueller Bohrungen scheinen eben nicht für die Ewigkeit.
Einmal mehr können wir erfahren, dass es genau diese Sicherheit, wie sie von Politik und Wirtschaft immer wieder beschworen wird nicht geben kann. „Lagerstättenwasseraustritt im Teufelsmoor oder im Trinkwasserschutzgebiet Panzenberg, das wollen wir uns gar nicht vorstellen“ so NoMoorGas.

Wenn man das Zwei-Grad-Ziel der Weltklimakonferenz von Paris umsetzen will, ist ein schneller Umstieg auf erneuerbare Energien unverzichtbar. Leider scheint die niedersächsische Landespolitik diese Meinung nicht zu teilen. Klare Bekenntnisse zu lokalen Erdgasförderung gab es in den letzten Monaten über die Parteiengrenze von SPD und CDU hinweg von den Ministern Lies, Althusmann und Ministerpräsident Weil. Für NoMoorGas nicht nachvollziehbar.

Die Verbrennung von Erdgas, Öl und Kohle sind Technologien von gestern, die zur weiteren Erderwärmung beitragen. Der schnelle Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe muss angesichts des Hitzesommers im letzten Jahr und des heißesten Junis seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in diesem Jahr jetzt erfolgen. Die Vorboten der Klimakrise sind nicht mehr abstrakt, nicht mehr irgendwann, sondern hier und jetzt vor Ort erlebbar. „Aktiv handeln“ ist jetzt angesagt, so das Fazit der Bürgerinitiative.

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Emlichheim: 2. Leck gefunden

In Emlichheim ist das Ende noch nicht in Sicht – ein zweites Leck wurde gefunden; Schaden bisher nicht bekannt.

Wirtschaftsminister Althusmann forderte nun die Betreiber von Erdöl-/Erdgasförderstätten in Niedersachsen auf, bis zum 05.08. Informationen über ihre Anlagen zu liefern. Purer Aktionismus! Müsste nicht gerade dem Ministerium umfassend bekannt sein, wie die Anlagen betrieben werden, wenn doch das LBEG (dem Wirtschaftsministerium untergeordnet) alle Bohrungen genehmigen muss? Es wirft Fragen auf, warum diese Informationen JETZT eingeholt werden sollen und man zweifelt erneut über das Genehmigungsverfahren…

Eine vernünftige Antwort aus dem Ministerium auf diesen erneuten Unfall wäre ein schon lange gefordertes Moratorium für Erdöl-/Erdgasförderung!

https://www.ndr.de/…/Wegen-Lecks-Althusmann-prueft-Einpress…

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Emlichheim: 220.000 Kubik Lagerstättenwasser ausgelaufen

Mal wieder ein bisschen was ausgelaufen. 220.000 Kubik Sondermüll ins Erdreich, kann ja mal passieren…

Und das LBEG spielt mal wieder runter und redet von keiner „akuten“ Gefahr. Natur, Umwelt und Mensch sind schließlich auch der Rohstoffförderung nachrangig gestellt. Ein Unding! Und unser Wirtschaftsminister „schaltet“ sich nun ein. Hurra. Wäre schöner, er würde die Erdgas- und Erdölförderung in Niedersachsen AUSSCHALTEN!

https://www.ndr.de/…/Emlichheim-Lagerstaettenwasser-ausgela…

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LBEG verlängert Erlaubnis zur Suche nach Erdöl und Erdgas

Mit Pressemitteilung vom 25.07.2019 hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mitgeteilt, dass die zum 31.07.2019 auslaufende Genehmigung zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen (Erdöl und Erdgas) für das Erlaubnisfeld Unterweser in unserer Region für die Wintershall DEA Deutschland AG bis zum 31.07.2021 verlängert wurde.

Das Erlaubnisfeld umfasst Flächen in den Landkreisen Osterholz, Rotenburg und Verden, sowie das Gebiet der Stadt Bremen.

Die Wümme-Zeitung hat zu dem Thema einen Zeitungsartikel geschrieben: Link zum Bericht

Diese Nachricht erreichte uns am heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. In Zeiten des Klimawandels und knapper werdenden Trinkwasserreserven sagen wir nein zur Förderung fossiler Rohstoffe, auch Erdgas ist keine „klimafreundliche Brückentechnologie“.

Trinkwasser, Gesundheit und der Schutz unseres Lebensraumes haben für uns höchste Priorität.

Widerstand mit X

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Auf gehts: Bringt das Moor zum Beben!

Wie schon angekündigt, startet am 20.07.2019 in Schmalenbeck die Dorfparade unter dem Motto „Wir bringen das Moor zum Beben„! Die Organisatoren haben sich in diesem Jahr mit uns und anderen BIs verbündet:

Auch wir setzen ein Zeichen: Zur Unterstützung der Bürgerinitiativen zeigen wir „ROT“. Denn, wenn hier einer das Moor beben lässt, dann sind *nur* wir das. Niemand anders! Es muss auch anders gehen! Das Dorfparaden Organisationsteam

Wir sagen DANKE für die Unterstützung und sind selbstverständlich mit dabei!

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Aufstellung Protestturm und Banner

Pünktlich vor Beginn der Tarmstedter Ausstellung haben wir unsere neue Errungenschaft -einen 5m hohen „Protestturm“- sowie unsere neuen Banner und weitere Xe in Grasberg positioniert, um noch präsenter zu sein – schließlich erwartet die Tarmstedter Messe 100.000 Besucher aus nah und fern.

Die Wümme-Zeitung hat über unsere Aktion sowie aktuelle Entwicklungen der BI berichtet: BERICHT

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Demo für Klimaschutz

Heute waren wir von NoMoorgas mit unter anderem BUND, extinction rebellion, Greenpeace, NABU und vielen weiteren Klimaschutz Organisationen auf einer großen Klima Demo in der Bremer Innenstadt. Unter dem Motto „Taten statt Warten – Klimaschutz jetzt“ wurde zu der Demo, aufgrund der zuspitzenden Klimakrise, aufgerufen. Ungefähr 3000 Teilnehmer hatte die Demo.

Buten un Binnen hat zu der heutigen Demo einen Artikel mit Filmmaterial geschrieben zu sehen ist dieser hier.

NoMoorGas beim Frühsommerfest des „Grünen Bremer Westens“

Auf Einladung des Senats für Bauen, Umwelt und Verkehr waren wir am letzten Wochenende mit einem Stand beim Frühsommerfest des Bremer Grünen Westens vertreten. Bei bestem Sommerwetter konnten viele Gespräche geführt und v.a. Bremer*innen informiert werden.

Neben NoMoorGas waren u.a. auch Greenpeace, der ASB, die Suppenengel sowie Polizei und Feuerwehr vor Ort.