Gespräch mit Sven-Christian Kindler, MdB

Im Rahmen der Europa-Wahlkampftour hat uns Sven-Christian Kindler, MdB und haushaltspolitischer Sprecher der Grünen auf Bundesebene zu einem Gespräch eingeladen. Da der Zuständigkeitsbereich von Herrn Kindler die Landkreise Rotenburg, Verden, Osterholz und Heidekreis umfasst, ist ihm die Problematik der Erdgasförderung bekannt und wir konnten ein angenehmes, informatives Gespräch führen.

Wir konnten kritisieren, dass das Bundesberggesetz aus unserer Sicht novelliert werden müsse, da es immer noch die Rohstoffgewinnung und -förderung über den Schutz von Mensch und Umwelt stellt. Diese Meinung teilte Herr Kindler, gab jedoch gleichzeitig zu bedenken, dass das Thema bei den Berliner Fraktionen seit Verabschiedung des sog. „Fracking-Gesetzes“ als erledigt gilt und man dort wenig auf mehrheitliche Zustimmung hoffen sollte.

Eine bessere Zustimmung sieht Herr Kindler auf Landesebene; jedoch mussten wir dies nach dem Gespräch mit Herrn Althusmann Anfang März revidieren: unter dem jetzigen Wirtschaftsminister ist ein kurz- oder mittelfristiger Ausstieg aus der Erdgasförderung nicht zu erwarten. Dies wurde beim letzten öffentlichen Arbeitskreistreffen der BIs eindeutig geäußert. Ob die Landesregierung den Mut hat, ein Moratorium für neue Bohrungen zu verhängen, so lange die Frage nach den gesundheitlichen Schäden (insbesondere der Verdacht erhöhter Krebsfälle in der Nähe von Erdgasförderanlagen) nicht geklärt ist, bleibt offen.

Einigkeit herrschte darüber, dass das LBEG seine Aufgaben zur Überwachung des sicheren Betriebs auf den Förderanlagen nur unzureichend ausübt.

Wir danken für das Gespräch und den Austausch.

Das Osterholzer Kreisblatt hat uns beim Gespräch besucht und einen guten Artikel hierzu verfasst.

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Xe bauen in Ottersberg

Am kommenden Samstag findet wieder eine gemeinsame X-Bau-Aktion bei Vanille & Pfeffer in Ottersberg statt: um 10:00h gehts los und jede helfende Hand ist herzlich Willkommen!

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Auf Tour mit dem Weser-Kurier

Kürzlich waren wir mit dem Weser Kurier „auf Tour“ ins Erdgasfördergebiet Völkersen. Wir haben mehrere Förderanlagen von außen besichtigt und uns mit dem Redakteur über die möglichen Gefahren und offensichtlichen Risiken und Probleme ausgetauscht.

Gestern hat der Weser Kurier in der Sonntagsausgabe einen großflächigen Artikel über unsere Arbeit veröffentlicht, den wir sehr gelungen finden und uns dafür bedanken.

Artikel: https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-gasindustrie-unter-beobachtung-_arid,1816638.html

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Das rote X in Brüssel

Gemeinsam mit anderen Umweltaktivisten wie Andy Gheorghiu und Organisationen wie Food and Water Europe, Fridays for Future Europe hat unser rotes X europäische Politikluft geschnuppert und sich vorgestellt und zum kleinen IT-Piece 😉 des Tages entwickelt.

Unser Zeichen: wir kennen keine Grenzen und machen weiter!

Anlass für den Besuch in Brüssel war das Hearing von ExxonMobil am 21.03.2019 im EU-Parlament zur Leugnung des Klimawandels. ExxonMobil zog es vor, dem Hearing nicht beizuwohnen und blieb fern, was im Parlament von einigen Politkern sehr kritisch gesehen wurde und nun dazu führen könnte, dass das Unternehmen seinen Lobby-Status verliert.

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DEA im Interview: Suche nach Erdgas soll weitergehen

Die Wümme-Zeitung als Teil des Weser-Kuriers hat das DEA-Vorstandsmitglied Dirk Warzecha zur Erdgasstrategie in unserer Region interviewt:

Aus dem Interview geht sehr eindeutig hervor, dass die DEA keine Pläne hat, die Ausweitung der Erdgasförderung einzustellen oder Projekte ruhen zu lassen. Sowohl die Suche in unserer Region als auch die Fördervorhaben wie z.B. im Trinkwasserschutzgebiet Panzenberg sollen fortgesetzt werden.

Dazu sagen wir: Nö.

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Anmeldung zur Bustour

Die Anmeldung zur Bustour kann nun auch „offline“ erfolgen:

Holzfachhandel Bahrenburg in Grasberg

Wörpedorfer Straße 14c
28879 Grasberg
Öffnungszeiten: Mo. – Fr.: 08:00 – 18:00 Uhr sowie Sa.: 08:00 – 12:30 Uhr

Weiterhin kann natürlich auch ONLINE eine Anmeldung erfolgen 🙂

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Nachlese zur Informationsveranstaltung vom 27.02.2019

Am vergangenen Mittwoch (27.02.2019) fand im Borgfelder Landhaus in Bremen-Borgfeld die 3. Informationsveranstaltung zum Thema Erdgasförderung statt.

Nach einer Begrüßung der anwesenden Gäste durch Malte machte Birgit den Auftakt zur Vortragsreihe mit einer Vorstellung unserer BI sowie einer Rückblende über die Aktionen und Veranstaltungen der letzten Monate sowie die Entstehungsgeschichte unserer BI. Daran schloss sich Meike an, die die Frage stellte, warum wir als BI mit unserer Arbeit weiter machen, obwohl die DEA die Aussetzung der seismischen Messungen in unserer Region angekündigt und ihren Antrag zurück gezogen hat.

Renate Maas von der BI „Kein Fracking in der Heide“ erläuterte in ihrem Fachvortrag die Hintergründe zur Erdgasförderung, dem „Sondermüll“ Lagerstättenwasser und stellte Fragen und Denkansätze in den Raum, was nach einem Ende der seismischen Messungen dennoch folgen könnte. Sie erklärte den gesetzlichen Rahmen, in dem sich eine mögliche Förderung bewegen und was dies für den Standort Lilienthal/Borgfeld bedeuten würde.

Anja beleuchtete den Aspekt des Trinkwasserschutzes und wies darauf hin, dass die DEA im Wasserschutzgebiet Panzenberg in Verden-Scharnhorst bereits seit Jahren Erdgas fördert und diese Förderung durch eine weitere Bohrung -erneut mitten durch das Wasserschutzgebiet, an gleicher Stelle, an der schon jahrelang Lagerstättenwasser verpresst wurde- ausbauen will. Anja betonte, dass hier auch das Bremer Stadtgebiet direkt betroffen ist: etwa 400.000-600.000 Haushalte erhalten ihr Trinkwasser aus dem Brunnen am Panzenberg.

Abschließend stellte Anja fest, dass die Erdgasförderung in Niedersachsen zwar mit 96% Anteil am gesamtdeutschen Erdgasmarkt eine Führungsrolle einnimmt, dies jedoch nur 6% des gesamten Erdgasbedarfs in Deutschland entspricht. Sie fragte die Gäste, ob man dieses Risiko und diese Gefahren billigend in Kauf nehmen möchte – für NUR 6 Prozent. Oder ob wir als Gesellschaft diese verhältnismäßig kleine Menge zum Schutz unserer Heimat nicht einsparen können. Mit dieser Frage befasst sich auch ein Schulprojekt („Sechs Prozent“) der IGS Oyten.

Nach der Vortragsreihe folgte eine moderierte Fragerunde, an der sich auch Mitarbeiter der DEA beteiligten und versuchten, die genannten Gefahren zu relativieren – was eher schlecht als recht gelungen ist… Die Mehrheit der anwesenden Gäste unterstrich, dass die Risiken der Erdgasförderung in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen und das sich jede*r Einzelne von uns um Alternativen kümmern muss. Dies betonte auch Malte, der Möglichkeiten vorstellte, wie man sich aktiv einbringen und die Arbeit der BI unterstützen kann.

Fazit der Veranstaltung von unserer Seite ist, dass den Menschen in unserer Region die unmittelbare Gefahr der Erdgasförderung vor ihrer Haustür nicht direkt bewusst ist und viele Unsicherheiten bestehen. Dies werden wir für unsere zukünftige Arbeit mitnehmen und weiterhin viele Aktionen und Veranstaltungen planen, damit sich ein breites Bündnis für ein Ende der Erdgasförderung aufstellt. Der Zulauf der Veranstaltung war etwas weniger als erwartet, aber dennoch sind wir zufrieden und glücklich über einen gelungenen Abend.

Die Presse hat auch einige Beiträge zur Informationsveranstaltung verfasst:

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Ministerpräsident Weil vor Ort

Am Samstag (02.03.19) war der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil in unserer Region und wir haben ihn natürlich standesgemäß empfangen. Es ergaben sich gute Gespräche – Fortsetzung folgt… 

Im Bürgerdialog vor Ort kam auch das Thema das Erdgasförderung zur Sprache – Artikel hierzu sind in der Lokalpresse zu finden:

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