X-Marker in Verden-Scharnhorst

Zusammen mit anderen BIs aus der Region waren wir heute auf dem Flugplatz Verden-Scharnhorst und haben mit einem großen ❌ als „❌-Marker“ das Epizentrum des Erdbebens vom 20.11.2019 markiert.

In unmittelbarer Nähe des Flugplatzes liegt das Wasserschutzgebiet Panzenberg, aus dem u.a. auch das Trinkwasser für die Stadt Bremen gewonnen wird. Und mitten in diesem Wasserschutzgebiet fördert seit Jahrzehnten das Unternehmen Wintershall/DEA Erdgas. Bis vor wenigen Jahren wurde dort auch giftiges Lagerstättenwasser von umliegenden Förderplätzen versenkt… und das Unternehmen beabsichtigt sogar, an gleicher Stelle eine zweite Bohrung nieder zu bringen!

Nicht mit uns – Widerstand mit ❌

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Interview mit der Rotenburger Rundschau

Die Rotenburger Rundschau hat mit uns über die hiesige Erdgasförderung sowie den vergangenen und aktuellen Störfällen in der Region und Schlussfolgerungen für uns hieraus gesprochen:

https://www.rotenburger-rundschau.de/lokales/landkreis-verden/ottersberg/buergerinitiative-no-moor-gas-unterstuetzt-widerstand-gegen-industrie-125669.html?fbclid=IwAR2k_8t9c-MYqNR9IQ9fP8xowroK0dJABoztgL9C2BoknsDMoLCqfuDzB3A#

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Ein starkes Argument für den Ausstieg aus der Erdgasförderung

Nachdem am Abend des 20.11.2019 mehrere Erdbeben mit dem Epizentrum in Kirchlinteln bei Verden stattgefunden haben, ist die Bevölkerung zunehmend verunsichert. Die Angaben über die Magnitude schwanken zwischen 3 und 4 je nach Quelle. Damit ist es das stärkste Erdbeben, das bisher in der Region stattgefunden hat. Herr Oberlach von der Wintershallde/DEA entschuldigte sich bereits öffentlich für das „Ereignis“. Erdbeben mit niedrigerer Amplitude führten in den Niederlanden bereits zu einem Ausstiegsplan aus der Erdgasförderung, genauso wurde aus selbem Grund ein Erdgas-Moratorium in Großbritannien ausgesprochen.

https://www.google.com/amp/s/www.kreiszeitung.de/lokales/verden/verden-ort47274/erde-bebt-13236202.amp.html

https://www.google.com/amp/s/amp2.handelsblatt.com/unternehmen/energie/als-ob-ein-lastwagen-ins-haus-kracht-erdbeben-wegen-erdgasfoerderung-alarmiert-niederlande/24383618.html

https://www.tagesschau.de/ausland/grossbritannien-stoppt-fracking-101.html

https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/verden-ort47274/erdbeben-verden-mittwochabend-starkes-nachbeben-nacht-13236202.html

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Auswertung der Abstandsstudie / Erhöhte Krebsgefahr durch Erdgasförderung?

Aus dem Gesundheitsministerium gab es die nun 4. ausgewertete (Teil-)Studie. Die Ergebnisse dieser Studie sind vergleichbar mit den vorherigen Ergebnissen: es kann kein genereller Zusammenhang festgestellt werden – aber auch nicht endgültig ausgeschlossen werden.

Die Erdgasindustrie huldigt die Ergebnisse der Studie und gibt zur Auskunft, dass der Generelverdacht auf ihre Branche damit ausgesetzt ist.

In der öffentlichen Diskussion widerum werden die Ergebnisse und die Durchführung der Studie angezweifelt und die Seriösität hinterfragt, wovon wir uns klar distanzieren möchten:

Wir stellen die Ergebnisse der Studie nicht in Frage und begrüßen den ordnungsgemäßen, gut organisierten Ablauf.

Dennoch ist aus unserer Sicht nur ein weiteres Puzzleteil dieses Themas aufgedeckt. Es ist noch unklar, wie die Parameter dieser Studie waren und warten hier auf Antwort aus dem Ministerium; z.B. wie viele Fackel- und Fördertätigkeiten fanden innerhalb des Untersuchungzeitraums statt (im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten), wie wird mit anderen Stoffen (BTEX etc) umgegangen und wie sind die Personen in Anzahl statistisch auf Grund des Radius ihres Wohnortes zu vergleichen.

Offen bleibt auch die Frage nach den bestehenden Krebserkrankungen der 90er und 2000er Jahre sowie mögliche Neuerkrankungen in diesem und im nächsten Jahrzehnt.

Wir hoffen, das Ministerium wird hier weiter vorgehen und Untersuchungen durchführen.

Wenn jedoch die Erdgasindustrie nun eine Art „Freistellung vom Generalverdacht“ einfordert, so erwarten wir in Gegenzug, dass weiterhin ergebnisoffen untersucht wird – und somit die Erdgasförderung auch weiterhin in den Fokus Betrachtungen muss.

https://www.weser-kurier.de/region/wuemme-zeitung_artikel,-ursache-fuer-krebshaeufung-bleibt-unklar-_arid,1875187.html?fbclid=IwAR2C81fwIO1sFjJl3VkmQIYbldOpEsy-YhrcSsErf74vLOAp_ynMlrM_Fa4

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Förderzins-Senkung: Erdgasförderung auch wirtschaftlich uninteressant?

Am letzten Dienstag (05.11.19) gab es ein Spitzentreffen in Hannover: Wirtschaftsminister Althusmann und Finanzminister Hilbers trafen sich mit BVEG Vertretern (Bundesverband Erdgas, Erdöl, Geoenergie), um über den Förderzins der Erdgasförderung in Niedersachsen zu diskutieren.

Der sog. „Förderzins“ ist eine Förderabgabe, den das Land Niedersachsen von allen Unternehmen erhält, die Rohstoffe fördern – hier vor allem das Erdgas. Und diese Förderabgabe spült seit Jahren viele Millionen in die Staatskasse (dieses Jahr ~135 Millionen, in Hochzeit der Förderung ~250 Millionen p.a.). Die Höhe des Fördersatzes wird jährlich neu festgelegt und liegt in Niedersachsen seit Jahren bei 29% (orientiert am Marktpreis des Produkts, hier also Erdgas).

Über das Ergebnis des Treffens herrscht Stillschweigen. Wenn man jedoch feststellt, dass das Bundesverwaltungsgericht jüngst festgestellt hat, dass sich die Höhe der Förderabgabe am BBergG orientieren soll und diese „nur“ 10% beträgt, so kannn man schnell feststellen, dass es hier für Niedersachsen ums Geld geht. Ganz konrekt um viele Millionen.

Wenn die Förderabgabe gesenkt wird und die Förderung auf Grund sinkender Fördermengen und erschöpfter Lagerstätten generell schmaler ausfällt und zeitgleich auch der Gaspreis sinkt, hat dies für Niedersachsen starke wirtschaftliche Folgen. Oder andersrum ausgedrückt: rein wirtschaftlich betrachtet, macht ein Festhalten am Erdgas in naher Zukunft wenig Sinn.

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Fracking in Großbritannien wird gestoppt

Kehrwende im britischen Parlament: nachdem Premierminister Boris Johnson die Erdgasindustrie unterstützt hat, die Schiefergasförderung weiter auszubauen, verhängt das Parlament nun ein Moratorium. Grund dafür sind anhaltende Erdbeben in den Regionen, in denen die „Fracking“-Technologie bei der Erdgasförderung im Schiefergestein eingesetzt wird. Das Moratorium gelte solange, bis sicher gestellt werden kann, dass Fracking gefahrlos umgesetzt werden kann – weshalb auch ein generelles Verbot, wie von der Opposition gefordert, nicht zum Tragen kommt.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-11/grossbritannien-erdbebengefahr-fracking-stopp

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Jubiläum!

Es darf gefeiert werden!

NoMoorGas existiert seit einem Jahr, am 15.11.2018 hat sich die Bürgerinitiative offiziell gegründet. Und zu diesem Jubiläum wurde in Kassel der rote Teppich ausgerollt… ach nein, da wurde AUCH gefeiert. Wintershall DEA hat zum 125. Geburtstag in die Documenta Halle geladen. Geschenke gab’s auch: von uns rote ❌❌❌ und von der Politik die Aussicht auf noch mehr Erdgas hierzulande. Sigmar Gabriel hörte von uns heute erstmalig, dass Erdgas gar keine Brückentechnologie und Methan irgendwie so gar nicht klimafreundlich ist. Macht ja nix Siggi, sowas kann für einen ehemaligen Wirtschafts- und Umweltminister auch mal Neuland sein…

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Aus dem Heidekreis: Brief an MP Weil

Die Bürgermeister*innen und Bezirksvorsteher der Städte Bad Fallingbostel, Bomlitz, Visselhövede und dem Gemeindefreien Bezirk Osterheide haben sich gemeinsam in einem Brief an Ministerpräsident Weil gewandt, um sich gegen eine Ausweitung weiterer Erdgasförderung in der Region auszusprechen und für die geplanten Vorhaben minimal eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung UVP einzufordern.

Nach Übergabe des Briefes von MP Weil an seinen zuständigen Umweltminister Dr. Althusmann kam nun die Antwort aus dem Ministerium.

Netterweise hat die Stadt Fallingbostel sowohl Anfrage als auch Antwort veröffentlicht:

https://sessionnet.krz.de/bad_fallingbostel/bi/vo0050.asp…

Danke an das Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel

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Erdgas aus Deutschland deckt nur 7% unseres Bedarfes

Erste Ergebnisse des „Dialogprozess Gas 2030“ des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI)…

Neben ausschweifenden Hinweisen (am sog. Dialogprozess sind v.a. Erdgasunternehmen beteiligt), dass Erdgas für die Versorgungssicherheit in Deutschland mind. bis 2030 unabdingbar ist, wird erneut die Tatsache betont, dass das hier geförderte Erdgas nur 7% unseres Bedarfes deckt:

„Das in Deutschland geförderte Erdgas deckt nur etwa sieben Prozent des Erdgasbedarfs; der verbleibende Bedarf wird hauptsächlich aus dem europäischen Ausland und Russland über Pipelines importiert“

was wir immer wieder betonen. Unsere dicht besiedelte Region wird den Gefahren und Risiken der Erdgasförderung ausgesetzt, Unfälle werden über Jahrzehnte gebilligt und gesundheitliche Gefahren für den Menschen in Kauf genommen – für diesen minimalen „Ertrag“ aus der heimischen Förderung.

https://www.bmwi.de/…/dialogprozess-gas-2030-erste-bilanz.p…

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