NoMoorGas beim globalen Klimastreik in Bremen

Der 20.09.2019 war der Tag, an dem die Bewegung Fridays For Future alle Menschen zur Teilnahme an einem globalen Klimastreik aufgerufen hat. Wir sind gemeinsam mit 40.000 anderen Teilnehmer*innen dem Aufruf in die Bremer Innenstadt gefolgt:

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Detlef Schulz-Hendel MdL zu Gast

Auf unserem letzten Plenumstreffen war Detlef Schulz-Hendel, nds. Landtagsabgeordneter der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, auf unsere Einladung zu Gast und hat mit uns Möglichkeiten erörtert, die Thematik der Erdgasförderung politisch weiter zu verfolgen.

Herr Schulz-Hendel hat sich u.a. maßgeblich mit dafür eingesetzt, dass das Thema Emlichheim politisch im Landtag weiter verfolgt wird. Dazu hat seine Fraktion eine Sondersitzung der Ausschüsse für Wirtschaft und Umwelt zur Erörterung dieses Themas beantragt, die leider nicht die erforderliche 1/3 Mehrheit gefunden hat.

Wir konnte viele Informationen austauschen und unsere Forderungen und Wünsche anbringen – wir danken für die Zeit und das offene, ehrliche Gespräch.

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Tipps gegen den Klimawandel: Methanemission verringern

SPIEGEL Online hat fünf „Quick Tipps“ gegen den Klimawandel veröffentlicht und nennt hier u.a. die Verringerung der Methanemissionen durch die Gas- und Ölindustrie. Methan wirkt 80x stärker auf die Erderwärmung als CO2 und ist damit einer der Hauptverursacher des Klimawandels. Einen großen Anteil am Methanausstoß hat weltweit die Erdgas- und Erdölförderung: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/quick-fix-klimawandel-5-massnahmen-die-schnell-viel-bringen-a-1286542.html

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Zu Fuß in die Hauptstadt

Pilgertour mit Botschaft – Anja, ein sehr aktives Mitglied unserer BI, ist gerade in besonderer Mission unterwegs: seit Sonntag pilgert sie in 30 Tagen zu Fuß nach Berlin, um eine zentrale Demoaktion von Extinction Rebellion zu unterstützen. Auf ihrem Weg informiert sie in verschiedenen Orten Menschen über die Folgen des Klimawandels.

Wir verneigen uns vor Anja und dieser besonderen Aktion und werden sie auf ihrer Reise virtuell begleiten und wünschen ihr viel Glück und tolle Eindrücke! 🍀☀️

https://www.google.de/…/wuemme-zeitung_artikel,-zu-fuss-in-…

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Wintershall DEA „entschuldigt“ sich für Unfall in Emlichheim

Eine Entschuldigung gibt keine Antworten auf die Lösung der dringenden Probleme: wie werden Mensch und Umwelt in Zukunft geschützt? Wie werden die Bohr- und Förderstellen überwacht und gesichert? Wer überprüft die Einhaltung von Sicherungsmaßnahmen?

Wenn dann noch weiterhin Ergebnisse nicht öffentlich zugänglich gemacht werden, hat so eine „Entschuldigung“ einen sehr herben Beigeschmack 😐

https://www.ndr.de/…/Emlichheim-Erdoelkonzern-entschuldigt-…

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NDR Bericht: Erdölförderung – Angst um Grundwasser

Am 02.09.2019 zeigte der NDR im Magazin „Markt“ einen Beitrag zum Thema Grundwasser in Niedersachsen. Im Gegensatz zu Bürger*innen und Landwirtschaft zahlt die erdölfördernde Industrie kein Geld für die Grundwasserentnahme (Wasserentnahmeentgelt, „Wasserpfennig„) – stattdessen sorgen immer wieder neue Leckagen und Unfälle dafür, dass Grundwasser durch austretendes Lagerstättenwasser und Öl verseucht wird.

Der ganze Beitrag kann hier angeschaut werden: https://www.youtube.com/watch?v=q0XNNAt7dI0

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Besuch beim niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil am 27.08.2019

NoMoorGas zu Besuch in Hannovers Staatskanzlei

Anlässlich des Epiphaniasempfangs am 6. Januar 2019 im Kloster Loccum, zu dem der niedersächsische Landesbischof Meister alljährlich einlädt , war die Bürgerinitiative NoMoorGas mit über 30 Mitgliedern als unerwarteter Überraschungsgast in den Landkreis Nienburg gefahren. Vor Ort (die Presse berichtete) hatten sich die Reisenden in einem Spalier mit den bekannten roten Xen an der Zufahrt zum Kloster aufgestellt und ihrem Protest gegen die Ausweitung der Erdgasförderung in ihrer Region Ausdruck verliehen. Alle prominenten Besucher*innen aus Politik und Gesellschaft, mussten diese stille und doch eindrückliche Demonstration passieren. Unter Ihnen auch der niedersächsische Ministerpräsident Weil. Ihm wurde von einer Delegation der Bürgerinitiative eine schriftliche Einladung zu einem persönlichen Gespräch überreicht.

Stephan Weil hat dieses Angebot zum Austausch angenommen und NoMoorGas zu einem Gespräch in die hannoversche Staatskanzlei eingeladen. Der Besuch fand am letzten Dienstag, den 27. August 2019 statt. Um 12.30 Uhr nahm sich der Ministerpräsident gemeinsam mit Vertretern aus der Staatskanzlei und des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung eine Stunde Zeit für die Anliegen der Bürgerinitiative.

Wie zu erwarten, konnte es in den grundsätzlichen Fragen über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Ausweitung der Erdgasförderung keinen Konsens geben. Doch die Delegierten von NoMoorGas stellten nochmals klar, dass sie nicht bereit sind über Abstände zur Wohnbebauung oder die Förderung in Trinkwasserschutzgebieten zu verhandeln, sondern dass es angesichts der sich anbahnenden Klimakatastrophe keine Ausweitung der heimischen Erdgasförderung mehr geben darf. Vielmehr müssen die Entwicklung, Förderung und Ausweitung alternativer Energien und der zügige Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen oberste Priorität erhalten. Hierbei stützt sich die Bürgerinitiative auf die aktuellen Zahlen und Forderungen großer Teile der Wissenschaft und auf den IPCC Report.

Für bereits bestehende und mit Bestandsschutz betriebene Förderstellen, sowie vorhandene Verpressbohrungen und Sondermülllagerstätten aus der Erdgas-Erdölförderung (Bohrschlammgruppen, Lagerstättenwassser etc.) forderte die Bürgerinitiative eine deutlich stärkere Kontrolle von Sicherheit und Funktion der Anlagen. Zwischenfälle und Havarien wie aktuell in Emlichheim oder Hankensbüttel darf es nicht mehr geben. Ministerpräsident Weil machte deutlich, dass ihm an einer zügigen Aufklärung der Vorfälle gelegen sei, er warb darum, dass man die Untersuchungsergebnisse zu den jüngsten Vorfällen abwarten möge.

Gesundheit-, Natur- & Trinkwasserschutz müssen endlich Vorrang vor der Förderung von Erdgas und Erdöl erhalten forderte NoMoorGas. Die Forschung nach den Ursachen für die erhöhte Krebsrate im Landkreis Rotenburg muss weiter vorangetrieben werden, darin waren sich alle Beteiligten einig. Mit den Ergebnissen der zweiten Studie wird zum Ende des Jahres gerechnet.

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Offener Brief an den nds. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann

Sehr geehrter Herr Dr. Althusmann,


der Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim hat das Vertrauen der Bevölkerung im Unterwesergebiet und darüber hinaus schwer erschüttert. Nicht nur der bislang einmalige Umfang dieses Störfalles, sondern vor allem der Zeitraum von 4 Jahren, in dem nicht eingegriffen wurde, bestärken uns in der Auffassung, dass die Öl- und Gasproduktion oder gar deren Ausweitung im dicht besiedelten Niedersachsen nicht länger akzeptabel ist.

Man mag sich nicht vorstellen, was eine derartige Leckage in Gebieten mit Trinkwassergewinnung wie in den Kreisen Rotenburg oder Verden anrichten könnte. Es ist überhaupt nicht mehr einzusehen, dass für den prozentual geringen Beitrag zur Gesamtversorgung, den die heimische Förderindustrie leistet, derartige Risiken nicht nur für unser Trinkwasser eingegangen werden. Auch die ungeklärte Häufung von Krebsfällen in bestimmten Gebieten und eine Vielzahl anderer Umweltschäden gehören in diese Betrachtung.

Die Liste der bekannten und bestätigten Störfälle in dieser Industrie wird von Jahr zu Jahr länger – der Fall Emlichheim allerdings ist wohl der vorläufige Tiefpunkt.

Leider wird unseren Forderungen immer wieder entgegengehalten, dass man nicht gleichzeitig aus Kernenergie, Kohle und Gas aussteigen kann. Führende Wissenschafter halten das durchaus für möglich und belegen es durch anerkannte Studien.

Für uns ist aber entscheidend, was in Niedersachsen geschieht. Mit Begriffen wie Brücken- energie und Versorgungssicherheit muss man deshalb in unserem Bundesland nicht hantieren, denn diese Argumente legen nahe, die nationale Energieversorgung sei von der heimischen Förderung abhängig. Das trifft jedoch nicht zu, sondern verstellt den Blick auf das vor Ort Wesentliche: Die Sorge der Bürger um die eigene und mehr noch um die Gesundheit ihrer Kinder.

Auch Ihr immer wieder gezeigter Einsatz für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Öl- und Gasindustrie ist zwar sehr anerkennenswert – aber ist es nicht vielmehr so, dass diese Arbeitsplätze mehr durch ein allzu langes Festhalten an einer überkommenen Wirtschaftsweise gefährdet werden? Die Industrie hat gezeigt, dass sie durchaus in der Lage ist, sich auf veränderte Rahmenbedingungen erfolgreich und zukunftsorientiert umzustellen.

Unsere Erwartung an Sie als Wirtschaftsminister ist, dass Sie für diese notwendigen Veränderungen rechtzeitig – also bald – sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

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