NoMoorGas informiert auf den Weihnachtsmärkten der Region

Auf den diesjährigen Weihnachtsmärkten haben wir viele interessante Gespräche geführt und uns gefreut so viele nette Unterstützer und alte Bekannte zu treffen.

Themen waren u.A. die Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis für die Wintershall/DEA für das Erlaubnisfeld Unterweser bis 2021, Aktivitäten von Vermillion Energy in Bad Fallingbostel, Greenwashing bei den großen Erdgaskonzernen (der Versuch, mit Kampagnen die Erdgasförderung als klimafreundliche Brückentechnologie zu verkaufen), Erdbeben im Landkreis Verden (Fragen nach möglichen Schäden unter der Erde an bestehenden Bohrungen/Verpressungen beschäftigen uns und viele Bürger mehr als Risse in den Häusern), viele haben Angst um das Trinkwasser und machen sich ihre Gedanken, dass das veraltete Bergrecht kaum Umweltinteressen berücksichtigt und wie gewählte Politiker mit den Sorgen der Bürger auf Landes-und Bundesebene umgehen.

Am 22.11.2019 ging es in Rautendorf beim Adventsbasar los, gefolgt vom 2. Adventswochenende in Grasberg und am 3. Adventswochenende (gestern) haben wir wieder einen großen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Fischerhude organisiert, der sehr stark besucht war.

Hier ein paar Eindrücke für diejenigen, die nicht vor Ort sein konnten:

Adventsbasar in Rautendorf
Weinachtsmarkt in Grasberg
Weihnachtsmarkt in Fischerhude
Weihnachtsmarkt in Fischerhude
Weihnachtsmarkt in Fischerhude
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Der Protest zieht weiter…

Wenngleich unser X bereits zwischen Hannover, Berlin und Brüssel weit herum gekommen ist – unser Protestturm hatte bisher eine überschaubare Reiseroute. Seit dem 07.12.2019 befindet sich der Turm an seinem neuen Standort in Posthausen, vis-a-vis zum Einkaufszentrum Dodenhof:

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GEMEINSAMER Widerstand

GEMEINSAM sind wir stark, GEMEINSAM sind wir laut und GEMEINSAM sagen wir Nö.

Liebe Wintershall Dea Deutschland, was wir uns für unsere Heimat wünschen, sind eine intakte Natur und Umwelt, in der wir gesund und gut leben können. Dazu brauchen wir keine Entschuldigungen und leere Versprechungen. Dazu ist es nicht notwendig, aus Profitgier unsere Erde auszubeuten. Dazu ist es auch nicht notwendig, unser Grund- und Trinkwasser in Gefahr zu bringen. Dazu ist es nicht notwendig, Menschen gesundheitlichen Risiken auszusetzen. Dazu ist es nicht notwendig, dass unsere Häuser wackeln.

Dazu gehört ein neuer Weg – ohne Erdgas. Weder hier noch sonstwo.

Wir haben das verstanden und werden so lange LAUT sein, bis es auch Ihre Zentrale hört – und versteht.

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X-Marker in Verden-Scharnhorst

Zusammen mit anderen BIs aus der Region waren wir heute auf dem Flugplatz Verden-Scharnhorst und haben mit einem großen ❌ als „❌-Marker“ das Epizentrum des Erdbebens vom 20.11.2019 markiert.

In unmittelbarer Nähe des Flugplatzes liegt das Wasserschutzgebiet Panzenberg, aus dem u.a. auch das Trinkwasser für die Stadt Bremen gewonnen wird. Und mitten in diesem Wasserschutzgebiet fördert seit Jahrzehnten das Unternehmen Wintershall/DEA Erdgas. Bis vor wenigen Jahren wurde dort auch giftiges Lagerstättenwasser von umliegenden Förderplätzen versenkt… und das Unternehmen beabsichtigt sogar, an gleicher Stelle eine zweite Bohrung nieder zu bringen!

Nicht mit uns – Widerstand mit ❌

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Interview mit der Rotenburger Rundschau

Die Rotenburger Rundschau hat mit uns über die hiesige Erdgasförderung sowie den vergangenen und aktuellen Störfällen in der Region und Schlussfolgerungen für uns hieraus gesprochen:

https://www.rotenburger-rundschau.de/lokales/landkreis-verden/ottersberg/buergerinitiative-no-moor-gas-unterstuetzt-widerstand-gegen-industrie-125669.html?fbclid=IwAR2k_8t9c-MYqNR9IQ9fP8xowroK0dJABoztgL9C2BoknsDMoLCqfuDzB3A#

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Ein starkes Argument für den Ausstieg aus der Erdgasförderung

Nachdem am Abend des 20.11.2019 mehrere Erdbeben mit dem Epizentrum in Kirchlinteln bei Verden stattgefunden haben, ist die Bevölkerung zunehmend verunsichert. Die Angaben über die Magnitude schwanken zwischen 3 und 4 je nach Quelle. Damit ist es das stärkste Erdbeben, das bisher in der Region stattgefunden hat. Herr Oberlach von der Wintershallde/DEA entschuldigte sich bereits öffentlich für das „Ereignis“. Erdbeben mit niedrigerer Amplitude führten in den Niederlanden bereits zu einem Ausstiegsplan aus der Erdgasförderung, genauso wurde aus selbem Grund ein Erdgas-Moratorium in Großbritannien ausgesprochen.

https://www.google.com/amp/s/www.kreiszeitung.de/lokales/verden/verden-ort47274/erde-bebt-13236202.amp.html

https://www.google.com/amp/s/amp2.handelsblatt.com/unternehmen/energie/als-ob-ein-lastwagen-ins-haus-kracht-erdbeben-wegen-erdgasfoerderung-alarmiert-niederlande/24383618.html

https://www.tagesschau.de/ausland/grossbritannien-stoppt-fracking-101.html

https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/verden-ort47274/erdbeben-verden-mittwochabend-starkes-nachbeben-nacht-13236202.html

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Auswertung der Abstandsstudie / Erhöhte Krebsgefahr durch Erdgasförderung?

Aus dem Gesundheitsministerium gab es die nun 4. ausgewertete (Teil-)Studie. Die Ergebnisse dieser Studie sind vergleichbar mit den vorherigen Ergebnissen: es kann kein genereller Zusammenhang festgestellt werden – aber auch nicht endgültig ausgeschlossen werden.

Die Erdgasindustrie huldigt die Ergebnisse der Studie und gibt zur Auskunft, dass der Generelverdacht auf ihre Branche damit ausgesetzt ist.

In der öffentlichen Diskussion widerum werden die Ergebnisse und die Durchführung der Studie angezweifelt und die Seriösität hinterfragt, wovon wir uns klar distanzieren möchten:

Wir stellen die Ergebnisse der Studie nicht in Frage und begrüßen den ordnungsgemäßen, gut organisierten Ablauf.

Dennoch ist aus unserer Sicht nur ein weiteres Puzzleteil dieses Themas aufgedeckt. Es ist noch unklar, wie die Parameter dieser Studie waren und warten hier auf Antwort aus dem Ministerium; z.B. wie viele Fackel- und Fördertätigkeiten fanden innerhalb des Untersuchungzeitraums statt (im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten), wie wird mit anderen Stoffen (BTEX etc) umgegangen und wie sind die Personen in Anzahl statistisch auf Grund des Radius ihres Wohnortes zu vergleichen.

Offen bleibt auch die Frage nach den bestehenden Krebserkrankungen der 90er und 2000er Jahre sowie mögliche Neuerkrankungen in diesem und im nächsten Jahrzehnt.

Wir hoffen, das Ministerium wird hier weiter vorgehen und Untersuchungen durchführen.

Wenn jedoch die Erdgasindustrie nun eine Art „Freistellung vom Generalverdacht“ einfordert, so erwarten wir in Gegenzug, dass weiterhin ergebnisoffen untersucht wird – und somit die Erdgasförderung auch weiterhin in den Fokus Betrachtungen muss.

https://www.weser-kurier.de/region/wuemme-zeitung_artikel,-ursache-fuer-krebshaeufung-bleibt-unklar-_arid,1875187.html?fbclid=IwAR2C81fwIO1sFjJl3VkmQIYbldOpEsy-YhrcSsErf74vLOAp_ynMlrM_Fa4

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