„Er kämpfte mit Herz, Verstand und an unserer Seite – Andreas Rathjens ist von uns gegangen“
Liebe Freund*innen, Mitstreiter*innen und Weggefährt*innen,
voller Traurigkeit und tief betroffen müssen wir euch mitteilen, dass unser Freund, Mitkämpfer und unermüdlicher Umweltaktivist Andreas überraschend von uns gegangen ist. Andreas war nicht nur ein engagierter Kämpfer, der sich seit Jahrzehnten der Erdgasindustrie entgegenstellte, sondern auch ein Mensch, der mit seinem unerschütterlichen Einsatz, seinem scharfen Verstand und seinem typisch trockenen, feinspitzigen Humor viele von uns inspiriert und zusammengeschweißt hat.
Andreas suchte nie die große Bühne, aber war immer präsent: in Gummistiefeln stand er neben uns an vorderster Front im Kampf für eine lebenswerte Zukunft. Seine pointierten, sachlichen „Glaubenstouren“ sind unvergessen. Ob in Bürgerinitiativen, bei Aktionen, Demonstrationen oder in unzähligen Diskussionen – er war immer da, wo es galt, die Stimme für Umweltgerechtigkeit und gegen die Ausbeutung unserer Natur zu erheben. Er scheute weder die Politik noch die CEOs der fossilen Unternehmen; ganz im Gegenteil: er sagte in typischer Andreas-Manier, was er von ihnen hält. Sein Wissen, seine Hartnäckigkeit und seine Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten mit einem Augenzwinkern zu motivieren, machten ihn zu einer unersetzlichen Stütze.
Andreas war mehr als ein Aktivist – er war ein Freund, ein Ratgeber und ein Mensch, der uns immer wieder daran erinnerte, warum wir das tun, was wir tun. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine schmerzhafte Lücke, aber auch die Gewissheit, dass sein Einsatz und seine Überzeugungen weiterleben – in uns und in all denen, die er auf seinem Weg berührt hat. Wir werden Andreas in Erinnerung behalten als jemanden, der nie aufgab, der immer wieder aufstand und der uns zeigte, dass Widerstand und Kampf gegen die Mächtigen der Welt auch Freude machen kann. Sein Erbe ist unser Auftrag, weiterzumachen – mit demselben Mut, derselben Entschlossenheit und vielleicht auch mit einem Lächeln im Gesicht, wenn es mal wieder besonders schwer wird.
Wat de Dood nich weet, dat leevt noch lang.
Mook goot, Andreas.
In Trauer und Verbundenheit,
BI „NoMoorGas“

